Fronleichnam – Donnerstag, 11. Juni, 9 Uhr Messfeier im Pfarrgarten

An Fronleichnam feiern wir, was am Gründonnerstag schlicht nicht Platz hatte: das Hochfest der Eucharistie. Die Feier vom Letzten Abendmahl ist ja so dicht. Sie spannt einen großen Bogen vom Essen des Paschalammes beim Aufbruch Israels aus Ägypten bis hin zu Jesu Gang in den Ölgarten. Beim Mahl mit seinen Jüngern hatte Jesus in Brot und Wein und in der Fußwaschung seine Selbsthingabe vorausgenommen. Aber an diesem Abend steuerte alles gradlinig auf die Passion zu. Heute, neun Wochen nach Gründonnerstag, ist „Platz“, die Eucharistie ins Zentrum zu stellen, sie zu feiern und den Herrenleib feierlich in die Alltagswelt zu tragen, auch wenn wir nur einen sehr kleinen Teil davon berühren können.


Die Fronleichnamsprozession, die in diesem Jahr nicht stattfindet kann, symbolisiert die Kirche als „wanderndes Volk Gottes auf Erden“. Deshalb sind alle eingeladen, aus ihrem Alltag zu kommen und sich anzuschließen. Denn es gibt Großes zu feiern: Dass Christus die Wege, die wir alltäglich gehen, begleitet – verborgen, aber stark. Und dass alle Wege uns letztlich an das eine große Ziel führen wollen: ins Reich Gottes. Das tiefer zu glauben, will uns die Prozession helfen.