Emmausgang 2020

Emmausgang – Besondere Zeiten

Emmausgang 2020
mitzugehen – in Gedanken oder in echt, alleine oder gemeinsam (nur innerhalb der Familie versteht sich, wie es die Bestimmungen der Bundesregierung vorsehen), betend, singend, schweigend, darüber euch austauschend…
Die Zeit kann frei gewählt werden – es muss ja nicht gleich 6.15 Uhr am Ostermontag sein. Und zur Erinnerung: Ostern dauert ja 50 Tage …

Einstimmung

„Besondere Zeiten…“

Kreuzzeichen

Lied

1. Der Heiland ist erstanden/ befreit von Todesbanden/ der als ein wahres Osterlamm/ für uns den Tod zu leiden kam/
Ref.: Halleluja/ Halleluja Halleluja/ Halleluja/ Halleluja:/
2. Nun ist der Mensch gerettet/ und Satan angekettet/ der Tod hat keinen Stachel mehr/ der Stein ist weg, das Grab ist leer/ Ref.

Gedanken

Einen wunderhübschen Ostermontagmorgen, heuer bei diesem Emmausgang in einer ganz besonderen Form – wie immer er ganz konkret gestaltet wird. Schön, dass Sie wieder mit dabei sind, dass ihr wieder mit dabei seid bei unserem alljährlichen Emmausgang – in diesen besonderen Zeiten.
Ich lade ein, dass wir zu Beginn, so wie jedes Jahr, das Evangelium von einem ganz besonderen Unterwegs-Sein lesen und hören:

Frohe Botschaft

Erzähler: Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Er fragte sie:
Jesus: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet?
Erzähler: Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm:
Kleopas: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist?
Erzähler: Er fragte sie:
Jesus: Was denn?
Erzähler: Sie antworteten ihm:
Kleopas+ Andere Jünger: Das mit Jesus aus Nazaret.
Kleopas: Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde.
Andere Jünger: Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht.
Erzähler: Da sagte er zu ihnen:
Jesus: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?
Erzähler: Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten:
Kleopas + Andere Jünger: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt!
Erzähler: Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander:
Kleopas + Andere Jünger: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete?
Erzähler: Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten:
Jüngerschar: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen.
Erzähler: Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Lk 24,13-35

Gedanken

Besondere Zeiten – Die Karwoche, sie steht dafür: Gott ist solidarisch mit uns Menschen – im Schmerz, im Leid und selbst im Tod! Der „heruntergekommene“ Gott steht mit seiner ganzen Existenz dafür ein!
Besondere Zeiten – Und Ostern noch viel mehr: Gott hält Wort, er bleibt solidarisch. Sein Wort hält, selbst über den Tod hinaus. Daran dürfen wir uns halten.
Der mit den beiden Jüngern sich auf den Weg machende Gott, er begleitet auch uns heute – in diesen „Besonderen Zeiten“! Und so dürfen wir beten:

Gemeinsames Gebet

Gott, liebender Vater, wir dürfen darauf vertrauen, dass dein Ja stärker ist als alles Nein. Gemeinsam mit den beiden Emmausjüngern mit Jesus, deinem auferweckten Sohn, auf dem Weg bleibend können wir dies erfahren. Wir sind eingeladen nach vorne zu schauen: Dein Heiliger Geist hält uns auch heute, in diesen besonderen Zeiten, in den Spuren Jesu – durch das Dunkel hindurch zum Licht.

Statio
„Gehalten…“

Lied

1. Hände, die schenken, erzählen von Gott/ Sie sagen, dass er mich erhält/ Hände, die schenken, erschaffen mich neu/ sie sind der Trost dieser Welt/
2. Worte, die heilen, erzählen von Gott/ Sie sagen, dass er zu mir steht. Worte, die heilen, befreien mich heut/ sie sind das Licht dieser Welt/
3. Augen, die sehen, erzählen von Gott/ Sie sagen, dass er auf mich schaut/ Augen, die sehen, sie öffnen die Tür/ sie sind die Hoffnung der Welt/
4. Lippen, die segnen, erzählen von Gott/ Sie sagen, dass er mich erwählt/ Lippen, die segnen, sind Freude für mich/ sie sind die Zukunft der Welt/

Frohe Botschaft

Und siehe, am gleichen Tag waren zwei von den Jüngern auf dem Weg in ein Dorf namens Emmaus, das sechzig Stadien von Jerusalem
entfernt ist. Sie sprachen miteinander über all das, was sich ereignet hatte. Und es geschah, während sie redeten und ihre Gedanken austauschten, kam Jesus selbst hinzu und ging mit ihnen. Doch ihre Augen waren gehalten, sodass sie ihn nicht erkannten. Lk 24,13-16

Gedanken

Besondere Zeiten – Ohne Zweifel: Das Osterereignis, es ist geschehen: Der Auferstandene ist mit ihnen unterwegs. „Doch ihre Augen sind gehalten“ – im Vergangenen, das noch so ganz gegenwärtig ist. Noch können sie das Neue nicht sehen, wahrnehmen.
Besondere Zeiten – Ohne Zweifel: Das Ostereignis, es wirkt fort: Der Auferstandene, er ist auch mit uns unterwegs. Doch auch unsere Augen sind gehalten – in den Ereignissen der letzten Tage und Wochen, die uns jäh herausgerissen haben aus unserem Alltagstrott – die Erfahrung der Karwoche dominiert: vom Palmsonntag zum Karfreitag.
Besondere Zeiten – diese „Corona-Zeit“. Und weil wir um die Solidarität unseres mitgehenden Gottes wissen, dürfen wir uns gehalten wissen von dir, Gott. So beten wir zu dir und bitten dich für alle, die in deinen Spuren gerade jetzt unterwegs sind:

Gemeinsames Gebet

V: Mitgehender Gott, wir beten und bitten – für die Ärztinnen und Ärzte, Krankenschwestern, Pflegerinnen und Pfleger, für das Reinigungspersonal in den Spitälern und überall sonst
A: Wir bitten dich erhöre uns.
V:
Mitgehender Gott, wir beten und bitten – für die Supermarktangestellten und für die Menschen, die in den Lagern der großen Handelsketten arbeiten
A: Wir bitten dich erhöre uns.
V:
Mitgehender Gott, wir beten und bitten für die Polizistinnen und Polizisten, die Menschen im Rettungsdienst, das Bundesheer und die Zivildiener
A: Wir bitten dich erhöre uns.
V:
Mitgehender Gott, wir beten und bitten – für die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer, die einkaufen gehen und Besorgungen machen, die Anrufe von verzweifelten Menschen am Notruftelefon entgegennehmen
A: Wir bitten dich erhöre uns.
V:
Mitgehender Gott, wir beten und bitten – für die vielen Stillen und oft Übersehenen, für alle, die sich für andere einsetzen und natürlich auch für alle Kranken und deren Angehörige
A: Wir bitten dich erhöre uns.
V: Mitgehender Gott, wir beten und bitten – für unsere Politikerinnen und Politiker, die sich mit großem Einsatz dieser Herausforderung durch Covid-19 stellen
A: Wir bitten dich erhöre uns.
V:
Mitgehender Gott, wir beten und bitten – für die unzähligen Menschen, die sich jeden Tag in Geduld üben, Hoffnung einflößen und darauf bedacht sind, keine Panik zu verbreiten, sondern Mitverantwortung zu fördern.
A: Wir bitten dich erhöre uns.

Statio
„In diesen Tagen dort…“ / Doch…“

Lied

1. Ich habe gesungen hinein in die Nacht/ Mein Lied ist verklungen, da hab´ ich gedacht/
Ref.: Hast du mich verstanden/ weißt du wer ich bin/ Ich komm´ aus der Ferne und will zu dir hin.
2. Im Dunkel des Lebens da suchte ich Licht/ Ich suchte vergebens und wusste auch nicht/ Ich geh´ über Straßen und Brücken und Steg/ und suche noch immer den richtigen Weg/

Frohe Botschaft

Er fragte sie: Was sind das für Dinge, über die ihr auf eurem Weg miteinander redet? Da blieben sie traurig stehen und der eine von ihnen – er hieß Kleopas – antwortete ihm: Bist du so fremd in Jerusalem, dass du als Einziger nicht weißt, was in diesen Tagen dort geschehen ist? Er fragte sie: Was denn? Sie antworteten ihm: Das mit Jesus aus Nazaret. Er war ein Prophet, mächtig in Tat und Wort vor Gott und dem ganzen Volk. Doch unsere Hohepriester und Führer haben ihn zum Tod verurteilen und ans Kreuz schlagen lassen. Wir aber hatten gehofft, dass er der sei, der Israel erlösen werde. Und dazu ist heute schon der dritte Tag, seitdem das alles geschehen ist. Doch auch einige Frauen aus unserem Kreis haben uns in große Aufregung versetzt. Sie waren in der Frühe beim Grab, fanden aber seinen Leichnam nicht. Als sie zurückkamen, erzählten sie, es seien ihnen Engel erschienen und hätten gesagt, er lebe. Einige von uns gingen dann zum Grab und fanden alles so, wie die Frauen gesagt hatten; ihn selbst aber sahen sie nicht. Lk 24,17-24

Gedanken

Nochmals: Diese beiden Jünger sind in der Osterzeit unterwegs. Und doch klingen ganz stark nach die Geschehnisse „in diesen Tagen dort…“. Wobei: Dieses „Dort“, es ist nicht irgendwo, sondern ganz nah. Und diese Tage damals, sie haben sie hautnah erlebt, waren Zeitzeugen, Betroffene von dem, was da an Schrecklichem passiert ist – in der Karwoche. Und „Doch“ – und doch gibt es Spuren der Hoffnung…
Wir heute, jetzt, auch wir sind in der Osterzeit unterwegs. Und doch klingt nach, ja mehr noch, ist sie gegenwärtig, gibt es ein beherrschendes Thema „in diesen Tagen“ – die „Corona-Zeit“. Und „dort“ ist plötzlich überall – bei Alten und Jungen, in den Familien und bei Alleinstehenden, in den Gemeinden und Städten, Arbeitsplätzen und Schulen, Krankenhäusern, Kirchen, Vereinen, Friedhöfen, … – die „Corona-Krise“. Und „Doch“ – und doch gibt es Spuren der Hoffnung… – in dieser „Corona-Herausforderung“.

„In diesen Tagen“ – wie bei den Jüngern im Evangelium „dort“, braucht es hier und jetzt zuerst das Gespräch, das Aussprechen der Sorgen und Nöte: Herunterfahren des öffentlichen Lebens / Beschränkungen / Besuchsverbote / Schließung von Betrieben, Schulen, Kindergärten / Arbeitslosigkeit / Betriebe vor dem Aus / keine gemeinsamen Gottesdienste / Grenzen zu / Pflegenotstand / Krankheit / Quarantäne / Intensivbetreuung / Leere / Einsamkeit/ Gewalt in der Familie / Unsicherheit / Tod…
„Doch“ es gibt sie, ja sie sind da, die Spuren der Hoffnung – und es braucht wiederum zuerst das Gespräch, das Aussprechen, zart und zugleich ahnungsvoll: die große Hilfsbereitschaft / das Einstehen füreinander / die Disziplin weiter Teile der Bevölkerung / der unermüdliche Einsatz / das Gemeinsame in der Politik / das Aufatmen der Natur / die Entschleunigung / die Stille / das zarte Erwachen der Hauskirche / das fürbittende Gebet / das Nachdenken über das unbedingt Notwendige / das Erahnen des wirklich Wesentlichen / …

Stille

In einer kurzen Stille sind wir eingeladen, über all das nachzudenken, was uns „In diesen Tagen“ jetzt umtreibt, beschäftigt, am Herzen liegt…

Wer mag, kann seine Gedanken vor sich, den anderen und vor Gott hinlegen!

Statio
„Da sagte er zu ihnen…“

Lied

Ref.: Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott/ getragen von dem Traum, der Leben heißt/ Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel/ Du, der du das Leben bist.
1. Manchmal werden diesen Weg viele Menschen mit mir gehn/ und wir werden Hand in Hand tanzend dir entgegenziehn/ Dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen/ dann will ich dir, o Gott, ein Loblied singen/
Ref.
2. Doch der Weg wird manchmal auch ein Stück durch die Wüste führn/ und dann hab ich Angst davor, blind mich nur im Kreis zu drehn/ Dann bitt ich dich, o Gott, um Kraft zum Weitergehn/ dann bitt ich dich, o Gott, um Kraft zum Gehen/
Ref.

Frohe Botschaft

Da sagte er zu ihnen: Ihr Unverständigen, deren Herz zu träge ist, um alles zu glauben, was die Propheten gesagt haben. Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen? Und er legte ihnen dar, ausgehend von Mose und allen Propheten, was in der gesamten Schrift über ihn geschrieben steht. Lk 24,25-27

Gedanken

„Da sagte er zu ihnen“ – Zuspruch ist es, was der Auferstandene – auch oder gerade als Unerkannter – den Menschen unterwegs auf den Wegen ihres Lebens schenkt, damals wie heute: Zuspruch auf die quälenden Fragen, Zuspruch auf das Suchen von so vielen heute! Mit Mose dürfen wir uns sagen lassen: Ich bin mit dir. Ex 3,12
Mit dem Propheten Jesaja sagt Gott uns zu: Mögen auch die Berge weichen / und die Hügel wanken – meine Huld wird nicht von dir weichen / und der Bund meines Friedens nicht wanken, / spricht der HERR, der Erbarmen hat mit dir. Jes 54,10
Und schließlich Papst Franziskus – er bringt es in seiner beeindruckenden Ansprache anlässlich der außerordentlichen Spendung des Segens „Urbi et Orbi“ nochmals auf den Punkt – keine Verkündigung und kein Verkündiger darf mehr dahinter zurück bleiben: „Gott liebt diese Welt mehr als wir Menschen sie je lieben können!“

Gemeinsames Gebet – abwechselnd

R.: Du Gott, bedingungslos auf der Seite von uns Menschen.
Du bist heilvoll zugegen, überall, ohne Begrenzung durch Raum und Zeit. Wo du bist, wo du ankommen kannst, da ist Himmel möglich: geheiltes, erfülltes Leben.
L.: Deinem Namen, deinem Ich-bin-da dürfen wir vertrauen, ohne Vorbehalte.
Deine Gegenwart, deine zuvorkommende Liebe, deine Weite und Tiefe sollen Blüten treiben, uns verwandeln, ermutigen, trösten, befreien und herausfordern, immer mehr.
R.: Nicht Willkür gefällt dir und das Beherrschen-Können. Dein Wille ist vielmehr, dass Menschen wieder leben können, befreit, aufgerichtet, eigenständig und mitfühlend.
Überall willst du Leben in Fülle – selbst im Tod.
L.: Du weißt, was wir brauchen, um leben zu können. Du gibst es uns, auch durch uns.
Großzügig bist du und freudig bereit,
zu vergeben zu jeder Zeit, ohne Vorbedingung, immer wieder aufs Neue.
R.: Deine Vergebung ermutigt uns, ebenfalls großzügig im Vergeben zu sein, sowie Versöhnung und Neubeginn Raum zu geben.
Sei bei uns, hilf uns in schwierigen Situationen, in denen wir zu scheitern oder unterzugehen drohen, in denen wir das Menschliche aus dem Blick verlieren.
L.: Befreie uns von dem, was uns von dir fernhält und was uns hindert, mehr Mit-Mensch zu sein.
R. + L: Ja.

So möge es sein! ent krü mmt, stefan schlager, TYROLIA 2019

Lied

Ref.: Voll Vertrauen gehe ich den Weg mit dir, mein Gott/ getragen von dem Traum, der Leben heißt/ Am Ende dieses Weges bist du selber dann das Ziel/ Du, der du das Leben bist.
3. Wenn du, Vater, mit mir gehst, kann der Weg nicht sinnlos sein/ wenn du an der Hand mich nimmst, weiß ich, ich bin nie allein/ Denn ich kann dir, o Gott, mein Leben anvertraun/ ich kann mit dir, o Gott, mein Leben wagen/ Ref.

Statio
„Sie erkannten ihn…“

Lied

Ref.: Meine Zeit steht in deinen Händen/ Nun kann ich ruhig sein, ruhig sein in dir/ Du gibst Geborgenheit, du kannst alles wenden/ Gib´ mir ein festes Herz, mach es fest in dir.
1. Sorgen quälen und werden mir zu groß/ Mutlos frag´ ich: Was wird morgen sein?/ Doch du liebst mich, du lässt mich nicht los/ Vater, du wirst bei mir sein./
Ref.
2. Hast und Eile, Zeitnot und Betrieb/ nehmen mich gefangen, jagen mich/ Herr, ich rufe: Komm und mach mich frei/ Führe du mich Schritt für Schritt/
Ref.

Frohe Botschaft

So erreichten sie das Dorf, zu dem sie unterwegs waren. Jesus tat, als wolle er weitergehen, aber sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es wird Abend, der Tag hat sich schon geneigt! Da ging er mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, als er mit ihnen bei Tisch war, nahm er das Brot, sprach den Lobpreis, brach es und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken. Und sie sagten zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schriften eröffnete? Lk 24,28-32

Gedanken

„Sie erkannten ihn“, damals: – im Bleiben, – in der häuslichen Tischgemeinschaft – „Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, – im Brot – im Alltäglichen, – im Teilen.
„Und wir, Erkennen wir ihn?“, heute – – im Bleiben, – in der häuslichen Tischgemeinschaft – „Wo zwei oder drei versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“, – im Brot – im Alltäglichen, – im Teilen.

Gemeinsames Gebet

Auferstandener Herr Jesus, du bist da in den alltäglichen Dingen, du kommst uns in unseren Mitmenschen entgegen, du bist zugegen im Brechen des Brotes und segnest diese unsere Tischgemeinschaft. Amen.

Einladung

Kreuzeichen auf das Brot und auf die Stirn.
Teilen Sie/ teilt das Brot miteinander und feiern Sie/ feiert die Gemeinschaft mit Gott und untereinander.

Statio
„Als er das Brot brach…“

Lied

Ref.: In deinem Namen wollen wir/ den Weg gemeinsam gehn mit dir/ du bist unsere Mitte/ bist unsre Kraft/ und deinen Namen preisen wir/ und loben dich und danken dir/ du bist unsere Mitte/ die Einheit schafft/
1. Herr so wie du uns liebst/ so wollen wir einander lieben/ Herr so wie du verzeihst/ so wollen wir verzeihn/
Ref.
2. Herr so wie du uns stärkst/ so wollen wir einander stärken/ Herr so wie du vertraust/ so wollen wir vertrauen/
Ref.

Frohe Botschaft

Noch in derselben Stunde brachen sie auf und kehrten nach Jerusalem zurück und sie fanden die Elf und die mit ihnen versammelt waren. Diese sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und ist dem Simon erschienen. Da erzählten auch sie, was sie unterwegs erlebt und wie sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach. Lk 24,13-35

Gedanken

„Besondere Zeiten“ –
Die Jünger damals und wir heute: Wir erleben sie, sind mittendrin.
„Besondere Zeiten“ – Gott ist mittendrin – damals wie heute: – im Brot – im Alltäglichen, in Freude und Hoffnung, Trauer und Angst; – im Teilen – im Brot werden für andere, im Miteinander; – im Gebrochenen – in den Brüchen des Lebens, wenn es Abend wird.
„Besondere Zeiten“ – Es ist die Zeit zu entscheiden, was wirklich zählt und was vergänglich ist, die Zeit, das Notwendige von dem zu unterscheiden, was nicht notwendig ist. Es ist die Zeit, den Kurs des Lebens wieder neu auf dich, Herr, und auf die Mitmenschen auszurichten. (Papst Franziskus)

Mit auf den Weg ( – beim Nachdenken über die leeren Kirchen)
Heiliger Boden
Nicht so sehr in Kathedralen und auf Kanzeln, wo die Musik festlich, die Worte gesalbt, die Stoffe kostbar und die Räume schön – Heiliger Boden.
Heiliger Boden vielmehr dort, wo die Menschen, die durchs Feuer gehen müssen, ein „Ich bin mit dir“ erleben, das „Brot teilen“ erfahren – hautnah und ganz auf Augenhöhe.
Heiliger Boden – mitten im Alltag, mitten im Beruf, mitten im persönlichen und gemeinsamen Gebet, mitten im Lärm, mitten im dornigen Leben, mitten im Suchen, mitten auf dem Weg –

Dort, ja dort ist Heiliger Boden nach:
ent krü mmt, stefan schlager, TYROLIA 2019

Vater unser

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Zusammengestellt von Mag. Pepi Frank